Ein gut sitzender Maulkorb

Darauf kommt es bei einem Maulkorb an

Vorher
Nachher

Tiefe

Hunde können nicht schwitzen und sind zum Temperaturausgleich daher darauf angewiesen, dass sie ausreichend hecheln können. Beim Hecheln wird durch die Verdunstung von Wasser überschüssige Wärme abgegeben. Daher sollte der Hund das Maul so weit wie individuell nötig öffnen können. Kann das Maul nicht ausreichend geöffnet werden, kann Überhitzung drohen, die im schlimmsten Fall zum Tod führen kann, gerade bei erhöhter Belastung oder sehr warmen Temperaturen.

Guter Sitz

Drückt der Maulkorb an die Nase oder in die Augen, weil er zu eng ist, oder wackelt er, weil er zu weit eingestellt ist? Auch das sind Punkte, die für den Hund unangenehm sein können. Sind Augen und Nase aber frei und sitzt der Maulkorb durch den Nacken- und Kehlriemen stabil, trägt er sich für den Hund gut und angenehm.

Vorher
Nachher

Bequemlichkeit

Wer einmal in zu kleinen Schuhen wandern war, weiß: Es geht, ist aber nicht schön. Wenn der Maulkorb für den Hund nicht bequem zu tragen ist, kann es durchaus passieren, dass die Akzeptanz nicht sehr groß ist und der Hund versucht, den Maulkorb durch Hilfe der Pfoten oder Reiben an Gegenständen loszuwerden. Wichtige Punkte hierfür sind oft: ausreichend breites Nasenpolster, passender Abstand zu Augen und Nasenspiegel, keine eingeklemmten Fibrissen, ausreichende Luftzirkulation.

Sicherheit

Ein Maulkorb, der beißsicher sein muss und für genügend Luftzirkulation sorgt, wird meistens aus Metall sein. Durch die dünnen Metallstreben gelangt so viel Luft wie möglich an das Hundemaul und bietet gleichzeitig ausreichende Stabilität. Bei einem ernsthaften Hund sind Plastikmaulkörbe oft nicht stabil genug und bieten auch in der Regel keine gute Passform für einen hechelnden Hund. Maulkörbe aus Biothane sind oft sehr schwer, bieten nicht genug Zirkulation und keine Beißsicherheit.

Der richtige Sitz

Ein gut sitzender Maulkorb zeichnet sich nicht nur durch die richtige Größe aus, sondern auch durch eine korrekte Einstellung der einzelnen Riemen und Polster.

Nasenpolster

Das Nasenpolster sorgt dafür, dass der Metallkorb nicht direkt auf dem Nasenrücken aufliegt und verteilt den Druck gleichmäßig. Dadurch wird Scheuern verhindert und der Tragekomfort deutlich erhöht. Auch das Material des Polsters spielt hier eine Rolle.

Das Polster sollte möglichst nah am Stirnabsatz (Stop) beginnen, ohne dabei in die Augen oder Augenwinkel zu drücken. Sitzt es zu weit vorne auf dem Nasenrücken, kann der Maulkorb instabil werden und Druck auf die empfindliche Nasenpartie ausüben. Keinesfalls sollte das Polster direkt auf der Nase aufliegen.

Ebenso wichtig ist die richtige Länge des Nasenpolsters. Es sollte zur Länge des Nasenrückens passen: Ein zu kurzes Polster bietet nur eine kleine Auflagefläche und kann Druckstellen verursachen, während ein zu langes Polster bis in den empfindlichen Nasenbereich reicht und den Hund stören kann.

Nasenpolster

Das Nasenpolster sorgt dafür, dass der Metallkorb nicht direkt auf dem Nasenrücken aufliegt und verteilt den Druck gleichmäßig. Dadurch wird Scheuern verhindert und der Tragekomfort deutlich erhöht.

Das Polster sollte möglichst nah am Stirnabsatz (Stop) beginnen, ohne dabei in die Augen oder Augenwinkel zu drücken. Sitzt es zu weit vorne auf dem Nasenrücken, kann der Maulkorb instabil werden und Druck auf die empfindliche Nasenpartie ausüben. Keinesfalls sollte das Polster direkt auf der Nase aufliegen.

Ebenso wichtig ist die richtige Länge des Nasenpolsters. Es sollte zur Länge des Nasenrückens passen: Ein zu kurzes Polster bietet nur eine kleine Auflagefläche und kann Druckstellen verursachen, während ein zu langes Polster bis in den empfindlichen Nasenbereich reicht und den Hund stören kann.

Kehlriemen

Der Kehlriemen verläuft unter dem Hals und dient als zusätzliche Sicherung des Maulkorbs. Er verhindert, dass der Hund den Maulkorb über den Kopf abstreifen oder bei Bewegung ungewollt verrutschen kann.

Er sollte eng genug anliegen, um den Maulkorb zuverlässig zu sichern, dabei aber nicht einschnüren oder die natürliche Bewegung des Halses einschränken.

Ein Kehlriemen ersetzt jedoch keinen korrekt eingestellten Nackenriemen. Beide Riemen erfüllen unterschiedliche Aufgaben und sollten immer aufeinander abgestimmt eingestellt werden.

Nackenriemen

Der Nackenriemen bestimmt die Position des Maulkorbs auf dem Kopf und hält ihn an der richtigen Stelle. Über ihn wird eingestellt, wie hoch oder tief der Maulkorb auf dem Nasenrücken sitzt.

Der Riemen sollte so eingestellt sein, dass der Maulkorb sicher sitzt, ohne den Hund einzuengen. Ist der Nackenriemen zu locker, kann der Korb verrutschen oder beim Schütteln gar abgeschüttelt werden. Ist er hingegen zu straff, kann er unnötig in den Augen und im Nacken drücken. Ein zu lockerer, als auch ein zu fest eingestellter Maulkorb mindert den Tragekomfort und führt zu einer schlechten Akzeptanz.

Gut sitzende Maulkörbe

Maulkorb im Zughundesport

Wenn ich mir unsicher bin, wie sich mein Hund in verschiedenen Situationen verhält oder ich bestimmte Themen abgesichert trainieren möchte, ist ein passender Maulkorb ein wunderbares Hilfsmittel. Wer allerdings nicht nur für sich oder in Gruppen trainieren möchte, sondern auch das ein oder andere Rennen oder eine Zughundesport-Veranstaltung wie Camp Canis o.ä. bestreiten möchte, sollte sich mit den jeweiligen Rennregeln auseinandersetzen.

Auf den regulären Zughunderennen der Verbände und Vereine, die nach deren Satzung Veranstaltungen organisieren, gilt meist: Ein Hund mit Maulkorb darf nicht starten.

Aber woher kommt das?

Auf jedem Rennen sind enge Strecken, Waldwege und Überholvorgänge absolut normal. Teilnehmende Hunde sollten sich also hier gegenüber den anderen Hunden “sauber” verhalten, d.h. kein übergriffiges oder angreifendes Verhalten zeigen. Je schneller die Geschwindigkeit desto schwieriger werden solche Situationen. Daher ist es sehr wichtig, dass Hunde, die hier starten vom Trainingsstand so weit sind, dass sie sich auf ihren Job, das Ziehen, konzentrieren und nicht auf die anderen Hunde. Es ist also ein Sicherheitsfaktor für alle Teilnehmenden.

Seit einigen Jahren gibt es allerdings auch immer mehr Veranstaltungen, die nicht von den Verbänden und Vereinen organisiert werden und oft auch andere Regeln haben.

Hier gilt: bei jeder Veranstaltung nachschauen, bei einigen ist ein Start mit einem passenden Maulkorb kein Problem.

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