Trainingstagebuch Ean von der Pattener Mühle, Altdeutscher Schäferhund

Seit kurzem wohnt wieder ein kleines Hundekind bei uns: Ean von der Patterner Mühle , ein Altdeutscher Schäferhund. Ean ist am 19.01.2017 geboren und letzten Freitag mit 8 Wochen zu uns gezogen.

Die Hunde sowie die Aufzucht bei Karin und Peter Wolf haben mir sehr gut gefallen, so dass ich froh bin, einen grauen Rüden anvertraut bekommen zu haben – vielen Dank für Mr. Coolman ;)

Ich möchte in diesem Blog ein kleines Trainingstagebuch über Ean führen als Anregung für den einen oder anderen Welpenbesitzer und als Einblick in unsere Arbeitsweise mit Welpen.

Ean hat die Autofahrt probemlos mitgemacht, nach zweiminütigem Jammern ist er zu meinen Füßen eingeschlafen. Da wir ihn erst abends abholen konnten, sind wir zu Hause nach kurzem Abendessen, einer kleinen Spielrunde und dem Kennenlernen des restlichen Rudels direkt ins Schlafzimmer. Meine Welpen schlafen die ersten Monate in einer Flugbox direkt neben meinem Bett, damit sie sich nicht einsam fühlen müssen, andererseits aber auch nichts anstellen können. Netter Nebeneffekt: Wenn die Blase drückt, wird gejammert (und nicht in eine Ecke gemacht), so dass ich aufstehen und mit dem Zwerg nach draussen gehen kann. Seit gestern nach schläft er übrigens durch ;)

In den ersten drei Tagen haben wir außer Spielen, Kuscheln und Minispaziergängen nichts gemacht.  Wobei das so nicht ganz stimmt…. Autofahren ins Hundezentrum mußte sein, vormittags das Büro kennenlernen und am Sonntag auch mal eine weile im Auto (ebenfalls in einer Box) warten, weil ich zum Modul 1 der Mantrailerausbildung fahren musste. Obwohl in diesen ersten Tagen noch kein formales Training läuft, benutze ich schon Hörzeichen wie „Mach Bächlein“ und „Komm“, wenn er es gerade tut. Außerdem verwende ich seinen Namen, wenn er mich ansieht. Unerwünschtes Verhalten wie Teppich ankauen etc. belege ich verbal mit „Nein“ in sehr strengem Tonfall und wegschieben vom Objekt der Begierde.

Am vierten Tag (also vor drei Tagen) beginne ich mit Training. In klitzekleinen Trainingseinheiten, die jeweils 1-3 Minuten dauern, beginne ich mit Sitz und Platz und in Eans Fall mit Nasenarbeit (Ziel, einen bestimmten Geruch, in meinem Fall Gluten, anzeigen zu können).

Generell arbeiten wir mit Markerwort (CLICK) und in den ersten Monaten mit Futterbelohnung.

Die restlichen Hunde, die da mit herumspringen sind meine eigenen: Drei Chihuahuahündinnen, ein Chimix (Rüde) und ein weiterer Altdeutscher Schäferhund. Alle sind übrigens nicht besonders begeistert vom Nachwuchs und er hat sich in den ersten Tagen ausschließlich Zurückweisungen eingefangen. Dabei konnte man schön sehen, dass er zum einen in einem großen Hunderudel aufgewachsen ist und die Feinheiten der Kommunikation perfekt beherrscht und andererseits ein sehr selbstbewußter Kerl ist, der nicht so leicht aufgibt.

Mindestens einmal am Tag unternehme ich einen kleinen Ausflug alleine mit ihm, ansonsten geht er eine kleine Runde mit dem ganzen Rudel. Umweltsozialisierung versuche ich weitestgehend alleine mit ihm zu unternehmen, wobei er sich immer sehr schön an mir orientiert und absolut unerschrocken ist.

 

Hier eine kleine Trainingseinheit „Sitz“ – dies ist die 4. Übungseinheit:

Platz – 2. Trainingseinheit